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VIER
UNDZWEI 
                                                     Erfahrungen eines Tierarzt-Hundes


Futtermittelallergie, -überempfindlichkeit

Otitis
Mein Chef hat einmal eine kurze Info für alle leidgeprüften Vierbeiner und deren Halter erstellt:
Fakten:
Ca. 1/4 aller Hund und Katzen mit Hautproblemen und/oder Magen-Darmproblemen leiden an einer Futtermittelallergie oder -überempfindlichkeit.
Die einzige Möglichkeit, dies sicher zu diagnostizieren, ist die längere 100%-ige Ausschlussdiät mit anschließender Provokation.
Klinik:
Das Erscheinungsbild kann sehr unterschiedlich sein: Juckreiz steht bei Hautproblemen an erster Stelle. Es sind v. a. die Ohren (80%), manchmal sogar nur 1 Ohr!, und die Pfoten (60%) betroffen. In einigen Fällen auch nur ein immer mal wieder auftretender "Hot Spot" - ein akute, lokale, sehr schmerzhafte Hautentzündung.
Die Erkrankung kann sich im Laufe der Zeit über den gesamten Körper ausbreiten. Egal, ob ein sehr junges Tier oder ein älterer Hausgenosse, es gibt keine Altersgrenzen. Oftmals kommen nachträglich zusätzlich Bakterien und Hefepilze hinzu und verschlimmern das Krankheitsbild.
Diagnose:
Die Diagnose einer futtermittelinduzierten Allergie/Überempfindlichkeit ist nur mittels einer mindestens 2 Monate konsequent durchgeführten Eliminationsdiät zu stellen. Wenn ich hier das Wort "konsequent" benutze, so meine ich wirklich, dass wirklich zu 100% nur die verschriebene Diät verabreicht werden darf - kein Krümel eines anderen Nahrungsmittel darf durch den Vierbeiner aufgenommen werden! Bei einer 100%-igen Diät liegt die Erfolgsquote der Diagnostik nach 2 Monaten bei 90%. Der Rest braucht sogar noch länger.
Bluttests auf Futtermittel erleichtern höchstens die Auswahl der geeigneten Nahrungsbestandteile, sind aber leider keinesfalls zur Diagnosestellung geeignet. Kommerziell erhältliche Futtermittel für sensible Tiere oder hypoallergenes Futter sind i. d. R. nicht ausreichend, um eine Diagnose zu stellen. Hersteller, Sorte, Qualität, Getreidefreiheit... und letztendlich der Preis des Futters spielen bei der Auswahl der Eliminationsdiät keine Rolle, es gelten ganz andere Kriterien und Gesichtspunkte.
Therapie:
Es gilt, den für die Allergie verantwortlichen Stoff (in den meisten Fällen ein Protein/Eiweiß) zu erkennen und zu eliminieren. Leider kommt es immer wieder beim Herstellungsprozess in vielen kommerziell hergestellten Futtermitteln zu unerwünschten Kontaminationen mit Fremdbestandteilen, die auf der Deklaration der Produkt-Verpackung nicht zu finden sind (Sie kennen das bei menschlicher Nahrung z. B. durch den Satz :...kann Spuren von Haselnüssen enthalten etc.). Tiermedizinische Studien weisen immer wieder auf diese Problematik hin.
Durch Medikamente (Antiallergika, Kortison) lassen sich Futtermittelallergien nur unzureichend behandeln.
Prognose:
Wenn das auslösende Allergen identifiert wurde, ist die Erkrankung mit einer lebenslangen Diät im Griff zu halten, aber dennoch niemals heilbar: einmal Allergiker, immer Allergiker. Falls die Ausschlussdiät zu keiner Besserung führt, fängt die oftmals frustierende Suche nach anderen auslösenden Allergenen als Ursache an.

Eure Pebbles
18. Juni 2018

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