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VIER
UNDZWEI 
                                                     Erfahrungen eines Tierarzt-Hundes


Gedanken zum "Händeschütteln"

Pebbles Pfote
Laut Wikipedia (wikipedia.de „Händeschütteln“) ist „das Händeschütteln (auch: der Handschlag) ein in vielen westlichen Ländern gängiges, nonverbales Begrüßungs- und Verabschiedungsritual.“
Tja, dann machen meine Menschen in der Praxis ja etwas falsch? Denn bei uns wird auf das Händeschütteln bewusst verzichtet und es gab über diese Unhöflichkeit auch schon ein paar Beschwerden in den „Sozialen Medien".

Ich habe meine Menschen nun mal gefragt, warum sie das nicht machen - hier ihre Antwort:
Der Tierarztberuf ist ein sehr „schmutziger“ Beruf mit einer überaus hohen Keimbelastung (daher dürfen auch Tiermedizinische Fachangestellte und angestellte Tierärztinnen nach Bekanntwerden einer Schwangerschaft i. d. R. ab sofort nicht mehr weiter arbeiten). Tiere kommen zu uns, weil sie krank sind. Welche Erreger sie in oder auf sich tragen, ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Und was meine Leute so den ganzen Arbeitstag über sehen, riechen und eben auch anfassen, das möchtet Ihr gar nicht so genau wissen! Ihre humanmedizinischen Kollegen arbeiten vielfach mit Handschuhen. Außer im OP machen das Tierärzte nur sehr selten, denn sie müssen sich ganz genau auf ihr Fühlen, auf ihr Fingerspitzengefühl verlassen, da wir Tiere nun einmal nicht mit ihnen reden (wollen). Da haben es die Menschen-Ärzte einfach besser.

Klar waschen sich meine Leute nach jeder Behandlung die Hände und desinfizieren sie auch, aber manche Keime sind leider resistent gegen Desinfektionsmittel oder Antibiotika (Stichwort MRSA).
Wenn Ihr nun mit Eurem Tier unseren Behandlungsraum betretet, so haben mein Chef / meine Chefin sich im Normalfall gerade die Hände gewaschen und desinfiziert. Damit erhoffen sie, dass die meisten (!) Keime vernichtet wurden - aber wirklich alle? - das ist wohl Utopie!
Außerdem benötigt das Desinfektionsmittel einige Zeit zum Wirken und Trocknen (trockenreiben wäre kontraproduktiv) und ihre Hände sind meist noch etwas feucht - mit diesem feuchten Film und der Gefahr von evtl. Keimen an ihren Händen möchten sie Euch einfach nicht die Hand geben.

Es gibt aber auch noch einen umgekehrten Aspekt:
Auch Ihr Patientenbesitzer schleppt, gerade in der Erkältungszeit, eine Menge Keime mit Euch rum.
Meine Menschen sind sehr stolz darauf, dass es bei uns nur sehr selten Krankheitsausfälle gibt. Mein Chef und meine Chefin haben in den ganzen 19 Jahren hier in Fischeln noch nicht ein Mal wegen einer Erkältung, Grippe oder Magen-Darm-Infektion gefehlt! Und das soll auch so bleiben, denn wer würde sonst für Euer Tier da sein?
Also auch zu unserem eigenen Schutz werden bei uns nicht die Hände geschüttelt!

Wikipedia sagt dazu (wikipedia.de „Händeschütteln“): „Nach einer 2007 publizierten Übersichtsstudie scheint das Händeschütteln, neben dem gemeinsamen Kontakt von Menschen mit Oberflächen wie etwa Türklinken, der wichtigste Übertragungsweg für Infektionen wie Erkältungen oder auch Magen-Darm-Erkrankungen zu sein. Das Infektionsrisiko wird durch den Umstand erhöht, dass Menschen, ohne sich dessen bewusst zu sein, sehr häufig mit den Händen Mund, Nase und/oder Augen berühren. Auf diese Weise können Krankheitserreger von einer Person auf die andere übertragen werden.“

Ich hoffe, ich konnte Euch vermitteln, dass wir nicht unhöflich sein wollen, sondern nur an Eure und auch unsere Gesundheit denken - und ein freundliches „Guten Tag“ bekommt Ihr mit Sicherheit zu hören!

Ach übrigens, mir ist das mit den Keimen völlig egal - ich gebe Euch gern meine Pfote oder schlecke Euch zur Begrüßung ab, wenn Ihr mich lasst!

Eure Pebbles
23. Oktober 2017

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