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VIER
UNDZWEI 
                                                     Erfahrungen eines Tierarzt-Hundes


Chronische Niereninsuffizienz (CNI / CNE)

Niereninsuff Titel
Heute möchte ich mal allen Katzenhaltern etwas über die häufigste Erkrankung der kleinen Stubentiger erzählen:

„Chronische Nierenerkrankung“ bzw. "Chronische Niereninsuffizienz"-
so wird ein langsam fortschreitendes Nierenversagen, die Niereninsuffizienz, bezeichnet.

Hauptsächlich betroffen sind ältere Tiere über 10 Jahre - in seltenen Fällen können aber auch jüngere Tiere diese Erkrankung entwickeln.
Unsere und Eure zwei Nieren sind ein wichtiges Entgiftungsorgan. Sie halten Mineralstoffe zurück, filtern Gifte heraus und konzentrieren den Urin.

Bei einer Nierenerkrankung funktioniert dieses Filtersystem nicht mehr:

Die Niere verliert mehr und mehr die Funktion der Harnkonzentration und der Körperentgiftung, so dass wichtige Mineralstoffe nicht mehr zurückgehalten werden können, sich dafür aber Giftstoffe (Ärzte reden von „Harnstoff“ und „Kreatinin“) im Blut anreichern.

Nierenschema               © HeelVetepedia - Biologische Heilmittel Heel GmbH

Dieser Prozess findet leider schleichend statt – Symptome fallen Euch meist erst dann auf, wenn ca. 60-75% (!) der Gesamtnephrone (dies sind die winzigen wichtigen Filter der Niere) in der Niere ausgefallen sind. Da die Niere diese Nephrone nicht neu bilden kann, ist sie unwiederbringlich geschädigt, so dass die Erkrankung nicht heilbar ist. (Ihr, als Mensch müsstet in diesem Zustand regelmäßig zur Dialyse und auf eine Spenderniere hoffen.)
Niere Katze                                                                       © Royal Canin
In der Tiermedizin kann nur versucht werden, ein schnelles Fortschreiten der „Chronischen Nierenerkrankung“ zu verhindern oder zu verlangsamen.

Folgende Symptome sind typisch für eine Nierenerkrankung:

Appetitlosigkeit
Erbrechen
Gewichtsverlust
struppiges Fell
Mundgeruch nach gegorenen Äpfeln
vermehrter Durst (!) 
häufiger Harnabsatz

v. a. bei Katzen über 10 Jahren sind betroffen - aber ich muss es gestehen: Auch wir Hunde können leider an dieser Nierensache erkranken, wenn auch viel seltener als unsere schnurrenden Mitbewohner!


Oftmals ist die „Chronische Niereninsuffizienz“ vergesellschaftet mit Bluthochdruck, einer Überfunktion der Nebenschilddrüse, einer Magenschleimhautentzündung oder Blutarmut.

Die Diagnose können meine Menschen über eine allgemeine Untersuchung, die ganz dringend eine Blut- und Urinuntersuchung beinhaltet, stellen. Manchmal ist noch ein Röntgenbild oder eine Ultraschalluntersuchung von Nöten.

Katze Untersuchung
Ganz kluge Tierärzte meinen, sie müssten die verschiedenen Krankheitsstufen noch in verschiedene Stadien, in das sogenannte IRIS- Schema einteilen. Wichtig hierbei ist allerdings nur, dass man erst ab dem dritten oder gar vierten und leider letzten Stadium diese Erkrankung von außen bemerkt. Durch eine regelmäßige Blutuntersuchung hätte man sie aber schon viel früher erkennen können.

IRIS Schema       © HeelVetepedia - Biologische Heilmittel Heel GmbH

Abhängig von der Schwere der Erkrankung müssen die therapeutischen Maßnahmen eingeleitet werden:
Neben einer regelmäßigen Blutkontrolle genügt es in leichteren Fällen, eine Futterumstellung auf kommerzielle Nierendiäten (gibt es mittlerweile als Feuchtnahrung in verschiedenen Geschmacksrichtungen oder als Trockenfutter) durchzuführen. Diese Nierendiäten, die einen sehr niedrigen Protein- und Phosphorgehalt aber höchstverdauliche Aminosäuren beinhalten, sollten nur nach tierärztlicher Empfehlung verfüttert werden! Bitte lasst Euch nicht vom freien Handel verleiten und kauft irgendetwas! Euer Tierarzt wird Euch verschiedene Produkte empfehlen, denen er vertraut und von denen er weiß, dass die Zusammensetzung für Eure Katze genau richtig ist. Oftmals werden im freien Handel leicht „Nieren-schonende“ Futtermittel schon als medizinisch wirksame Nierendiäten angepriesen; diese sind im Fall einer „chronischen Nierenerkrankung“ aber nicht ausreichend!
Wir bieten Euch Nierendiäten der Firmen Royal Canin und Hills an - Produkte von VetConcept u. a. auf Bestellung. Zusätzlich können wir Euch auch diverse Leckerchen für Eure Samtpfoten bestellen oder empfehlen - natürlich auch diese für nierenkranke Katzen getestet. Denn Euer Stubentiger soll ja plötzlich nicht auf alles verzichten müssen!


Zusätzlich raten meine Menschen in vielen Fällen zu einer homöopathischen Therapie und weiteren, den Blutdruck und Mineralhaushalt unterstützenden Medikamenten, die von Euch zu Hause gegeben werden können und auch gar nicht so schlecht schmecken.

Sind die Nieren-Blutwerte sehr stark verändert und Euer 4-Beiner leidet bereits unter den Symptomen, ist eine sofortige Infusionstherapie einzuleiten, damit die Giftstoffe aus dem Körper geschwemmt werden und Eure Katze an Lebensqualität hinzugewinnt.
Auch das eventuelle Erbrechen, die Übelkeit und die damit verbundene Appetitlosigkeit müssen therapiert werden.

Prophylaxe:
Da diese Erkrankung sehr häufig ist, aber Euch leider erst in einem späten Stadium auffällt, raten wir jedem Katzenhalter, seine Stubentiger ab einem Alter von ca. 7 - 8 Jahren einmal jährlich zur Urin- und/oder Blutkontrolle zu bringen. Dieser kleine „Pieks“ kann Leben retten, denn bei schon gering veränderten Nierenwerten können wir frühzeitig eingreifen und den schleichenden Prozess stoppen oder wenigstens verlangsamen; denn wie gesagt, eine Heilung gibt es leider nicht!


Zeigt Eure Katze bereits die oben aufgelisteten Symptome?
Dann geht bitte schnellstmöglich zu einem Tierarzt Eures Vertrauens - wartet nicht auf eine „Wunderheilung“!

Eure Lotta "Wau-Wau"
26. September 2016
Lotta Feld


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